Von sagenumwobenen Brücken bis türkisblauen Seen

UNESCO-Welterbe Muskauer Park
Hermann Fürst von Pückler-Muskau schuf den einzigartigen, weltweit bekannten Landschaftspark in der Zeit von 1815 bis 1845. Der Park im englischen Stil begeistert durch beeindruckende Diagonal- und Fernsichten, große Parkwiesen, alte und seltene Baumbestände und belebende Wasserläufe. Er umfasst ca. 830 Hektar und ist beidseits der Neiße angelegt. 2004 wurde der Muskauer Park durch die UNESCO zum Welterbe erklärt.
Im Neuen Schloss beleuchtet die Ausstellung „Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!“ die Persönlichkeit des vielschichtigen Parkschöpfers sowie Einflüsse auf die gestalterischen Leitgedanken bei der Anlage des Muskauer Parks, ein Rundumblick vom Schlossturm macht die Weite und scheinbare Grenzenlosigkeit des Parks erlebbar. Ein ausgiebiges Erkunden der Parklandschaft ermöglichen zwei nach dem Krieg wiederaufgebaute Brücken über die Neiße, die den Schlosspark mit dem landschaftlich gestalteten Parkteil, der zur Republik Polen gehört, verbinden. Eine weitere Attraktion ist die Fahrt mit der historischen Waldeisenbahn Muskau, die durch den Geopark Muskauer Faltenbogen führt, eine weitere UNESCO-Stätte, und den nahegelegenen Kromlauer Park anbindet.
Reiterhöfe aus der Region bieten zudem informative und kurzweilige Kutsch- und Kremserfahrten im Parkgelände an.
In der Umgebung verbinden zahlreiche Rad- und Wanderwege unterschiedliche Naturräume mit einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten.. Eine der Routen verbindet die „That meines Lebens“, wie Pückler den Muskauer Park umschrieb, mit dem von ihm später erschaffenen Branitzer Park bei Cottbus, wo das Leben des selbsterklärten Parkomanen endete.

UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen / Łuk Mużakowa
Beeindruckender Blick in die Erdgeschichte
Der Muskauer Faltenbogen ist eine der am schönsten ausgeprägten Stauchendmoränen Mitteleuropas und gehört weltweit zu den 147 anerkannten UNESCO Global Geoparks.
Entstanden ist die Formation mit ihrer markanten Hufeisengestalt vor rund 340.000 Jahren, als ein Gletscher sich seinen Weg bahnte. Der Muskauer Faltenbogen ist heute eine ganz besondere Kulturlandschaft, die u.a. geprägt ist vom ehemaligen Bergbau in dieser Region, von vielgestaltigen Gewässern und einem waldreichen, ökologisch wertvollen Naturraum.
Mit der Waldeisenbahn Muskau lässt sich der Geopark besonders gut erleben. Wanderungen oder eine Radtour auf den abwechslungsreichen Radwegen laden ebenfalls zum Entdecken ein.
Das Besucherzentrum in der Alten Ziegel Klein Kölzig informiert über die Bedeutung der geologischen Vorgänge und zeigt die Entwicklung der Region speziell im Bereich der Handwerks- und Industriegeschichte auf.

Rhododendronpark Kromlau
Eingebettet in die eindrucksvolle Landschaft des Muskauer Faltenbogens, liegt der Rhododendronpark Kromlau inmitten des Landschaftsschutzgebietes „Kromlau-Gablenzer Restseengebiet“. Besonders, wenn sich zur Blütezeit der Rhododendron und Freilandazaleen der Park in ein Blütenmeer verwandelt, ist Kromlau Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher aus Nah und Fern.
Zu den kulturellen Höhepunkten in Kromlau zählt das Park- und Blütenfest, das jedes Jahr zu Pfingsten stattfindet und tausende Besucher anlockt. Wer es ruhiger mag, genießt einfach den Park fernab vom Trubel oder erkundet die Region mit dem Fahrrad. Mit zahlreichen gut ausgeschilderten Themenradwegen finden Radler ausgezeichnete Bedingungen in der Region vor.

Findlingspark Nochten
In der sächsischen Lausitz ist zu Beginn des Jahrtausends eine europaweit einzigartige Parklandschaft mit 7.000 Findlingen entstanden. Alpiner Steingarten, Irische Heide oder Asiatische Gartenkunst - der Findlingspark bietet vielfältigste Landschaftsbilder und ist doch einzigartig. In der sanft geformten Hügellandschaft sind über 100.000 Pflanzen zu bewundern. Zu jeder Jahreszeit lassen sie im Zusammenspiel mit den gewaltigen Findlingen ein faszinierendes Parkbild entstehen.
Höhepunkt für die jüngsten Parkbesucher ist der Spielplatz „Die Wüste“. In der Abenteuer-Oase aus Holz, Lehm und Stein lässt es sich herrlich toben und entspannen.
Das Parkerlebnis beginnt und endet am modernen Besucherzentrum. Am Eingang können Sie Bollerwagen, Rollstühle oder Audioguides mit einer Parkführung in mehreren Sprachen ausleihen. Im Besucherzentrum kann man die Ausstellung „Eisig, riesig, spannend. Abenteuer Eiszeit“ erkunden. Neben Parkführungen werden auch Rundfahrten angeboten. Das Parkerlebnis kann man im „Big-Rock-Imbiss“ bei regionalen Speisen, Snacks oder Kaffee und Kuchen entspannt ausklingen lassen.

Schloss Königshain
Die Schlossanlage Königshain ist ein besonderer historischer Schatz in der Oberlausitz. Den ältesten Teil der Schlossanlage bildet der Steinstock, ein gotischer Wohnturm. Gleich daneben befindet sich das Renaissanceschloss, neben dem noch Reste eines Burggrabens erkennbar sind. Im Spätbarock entstand die herrschaftliche Schlossanlage, die in einem zurückhaltenden französischen Stil durch Carl Adolph Gottlob von Schachmann erbaut wurde. Die zugehörige Parkanlage ist barock geprägt, lässt aber schon den Übergang zu den Landschaftsgärten mit englischem Einfluss erahnen.
Heute befindet sich im Schloss Königshain ein Kunst- und Kulturzentrum, das wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler zeigt. Schloss Königshain ist immer einen Besuch wert!

Schloss Krobnitz
Finden Sie ein Stück Preußen in Sachsen
Umgeben von einem Landschaftspark erhebt sich der imposante Bau des Krobnitzer Schlosses. Das um die Mitte des 18. Jahrhunderts von der Familie v. Üchtritz erbaute barocke Herrenhaus erwarb im Jahr 1873 der preußische Kriegsminister und Generalfeldmarschall Albrecht Theodor Emil Graf von Roon. Er ließ es durch Aufstockung des Mansardgeschosses mit Flachdach und Balustrade in ein neoklassizistisches Gebäude umgestalten. Die gegliederte Putzfassade kopiert in ihrem Erscheinungsbild das Berliner Kriegsministerium. Graf von Roon erweiterte den Park und legte im hinteren Parkteil eine Familiengruft an, die 1876 eingeweiht wurde. Sein Sohn Waldemar bebaute diese Gruft mit einer neogotischen Kapelle, die jedoch 1980 dem Abbruch zum Opfer fiel. Nach der Enteignung der Familie von Roon nach 1945 zerfiel das Schloss immer mehr. Im Jahr 2002 begann schließlich die Stadt Reichenbach mit der Sanierung des Gesamtensembles.
Heute strahlt das wunderschöne Ensemble von Schloss, Gut und Park wieder in vollem Glanz. Neben Ausstellungen im Schloss, lohnt sich auch eine Führung über die Anlage. Regelmäßige Vorträge, Konzerte und Veranstaltungen locken zudem eine Vielzahl an Besuchern nach Krobnitz.

Stadtpark Rothenburg
Der Stadtpark Rothenburg ist einer der größten Landschaftsparks der Oberlausitz. Auf einer Fläche von ca. 11 ha erstreckt er sich am Ortsrand der Stadt Rothenburg nahe der Lausitzer Neiße.
Bereits um 1750 soll der Park erstmals unter dem Einfluss des englischen Landschaftsgartens umgestaltet worden sein. Die grundlegende Umgestaltung zu einem Landschaftsgarten und die flächenmäßige Vergrößerung erfuhr der Park ab den 1840er Jahren. Wigand Adolph Freiherr von Gersdorf, ließ den gesamten Park nach dem Vorbild des Landschaftsparks des Fürsten Pückler in Muskau und des Wörlitzer Parks umgestalten bzw. neu anlegen. Das noch heute in weiten Teilen des Parks vorhandene Wegesystem und der Parkteich gehen auf die Parkgestaltung unter von Gersdorf zurück.
1883 erwarb der Großindustrielle Justus Friedrich Martin (ab 1907 von Martin) das Rittergut und den dazugehörigen Park. In der Folgezeit gestaltete von Martin Teilbereiche des Parks um.
Durch massive Kampfhandlungen im Frühjahr 1945 wurde der Park schwer in Mitleidenschaft gezogen. Ein Großteil der Parkanlage wurde dabei zerstört.
Ende der 40er Jahre begannen im südlichen Park die Arbeiten an Bauten für kulturelle Zwecke.
In den Hang nördlich des ehemaligen Rittergutsgeländes wurde später eine Freitreppe gebaut, welche heute den neuen Haupteingang in den Park darstellt.
Impressionen











